Die Querung der Lippe mit der beliebten Personenfähre ab sofort wieder möglich.
„Handanlegen und kräftig ziehen!“ – das ist ab sofort wieder angesagt! Der Lippeverband hat seine beliebte Flussquerung Baldur in Betrieb genommen und ist in die neue Saison gestartet: Radfahrende und Spaziergehende können sich nun wieder eigenständig mit der Personenfähre von einem Ufer der Lippe zum anderen kurbeln. Die für die „Baldur“ zuständige Betriebsabteilung des Lippeverbandes vom Bauhof Dorsten wünscht den Passagieren viel Freude dabei.
Im vergangenen Jahr feierte die Fähre „Baldur“ ihr 20-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum wurde sie vom Lippeverband komplett überholt, auch einen frischen Anstrich hatte sie erhalten.
Die 2005 in Dienst gestellte Kurbelfähre erhielt ihren Namen von der Schachtanlage Baldur, die im Süden von Dorsten in den 1920er-Jahren Kohle förderte. Damals querte ein kleines hölzernes Fährboot die Lippe, um die Bergleute zur Schicht zu bringen. Heute verbindet die Fähre die Dorstener Stadtteile Holsterhausen und Hardt. Pro Fahrt können acht Personen die Lippe überqueren.
Hintergrund Fähren
Die Fähre „Baldur“ in Dorsten wurde als erste Personenfähre des Lippeverbands 2005 in Betrieb genommen. Im Jahr 2013 erweiterte der Lippeverband das Angebot um die Personenfähre „Lupia“ in Hamm-Oberwerries und 2015 um die „Maifisch“ in Haltern-Flaesheim. In Wesel betreibt die Stadt eine vierte Fähre mit dem Namen „Quertreiber“. Alle Fähren sind kostenlos nutzbar und in den Radfernweg „Römer-Lippe-Route“ eingebunden.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.
EMSCHERGENOSSENSCHAFT UND LIPPEVERBAND
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen
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